Worum geht es bei der Initiative?

Sehr geehrte Neuhauserinnen,
sehr geehrte Neuhauser

Die Burgunwiese wird seit vielen Jahren als Ausweichparkplatz für die Rheinfallbesucher genutzt, im nördlichen Teil liegen seit den letzten Jahren Baumaterialien auf dem Platz. Es ist eine unschöne Fläche ohne Nutzen für die Neuhauserinnen und Neuhauser. Nun bietet sich die Möglichkeit, die Burgunwiese in eine attraktive Grünfläche und einen Begegnungsort umzuwandeln. Damit kann verhindert werden, dass die Zukunft der Wiese mit einem weiteren grossen Bauprojekt wortwörtlich «verbaut» wird.

Das Initiativkomitee ist sich sehr wohl bewusst, dass die Gemeinde Neuhausen ein neues Alters- und Pflegezentrum benötigt und stellt sich deshalb keineswegs generell gegen ein solches Projekt. Das Komitee ist jedoch der Meinung, dass der Standort im Rahmen einer Gesamtstrategie für die Gemeinde gewählt werden soll, in der auch die anderen Bedürfnisse der Bevölkerung Platz haben.

Solange die Debatte über den kommunalen Richtplan noch so jung ist, und solange nicht klar ist, was mit dem Schindlergutareal, dem Werkhof oder dem Platz für alli geschieht, fehlt die Grundlage für eine derart weitreichende Entscheidung. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, ob nun tatsächlich kein Weg daran vorbeiführen soll, die grösste Freifläche im Zentrum Neuhausens zu überbauen, wie dies der Gemeinderat tut.

Die Bevölkerung soll entscheiden, ob sie einem weiteren massiven baulichen Eingriff im Zentrum Neuhausens überhaupt zustimmen will – und zwar bevor erhebliche Kosten für ein konkretes Projekt für das neue Alters- und Pflegezentrum entstehen. Mit dieser Initiative möchten wir Ihnen nun mindestens eine weitere Variante zur Auswahl geben und hoffen, eine fruchtbare Diskussion über die Zukunft der Burgunwiese anzuregen.

Am 7. Juli 2021 wurden 605 Unterschriften der Gemeindeschreiberin übergeben und ist damit zustande gekommen. Der Gemeinderat hat innert sechs Monate, dem Einwohnerrat einen Bericht und Antrag zur Volksinitiative zu unterbreiten. Auf Antrag kann der Einwohnerrat diese Frist um maximal sechs Monate verlängern.

Das Initiativ-Komitee